Er hatte sich niedergelegt und zwei Stunden fest und tief geschlafen.

Er erwachte. Die Sonne schien ihm bis auf das Bett, ein hohes Glücksgefühl war in ihm. Er kleidete sich an und ging hinaus.

Weit und klar dehnte sich der Horizont. Es war eine Frische über dem Lande, die wie lauter Lebensodem in die Lungen drang. Er schritt durchs Dorf, er sah die Menschen nicht, die ihn grüßten.

Und wieder kam er über den Böllinger Kreuzweg, aber er wußte nichts mehr von Möt und von dem wildschönen Bilde, das einstmals hier an ihm vorbeigebraust war.

In der Morgensonne, von Tau übersät, blinkte das Moor. Dahinten lief der Fahrweg nach Rummelshof.

– Rummelshof, Hohen-Leucken, die Mutter, Hans, Prinzeß Maria und Fritzchen – es sind alles zerflossene Bilder. Sie mußten zerfließen, damit das klare reine Bild des abgelösten Lebens entstand.

Er ging lange umher, bewegt von seinem Siege, und doch schon zu frei, um noch stolz zu sein. Schon war das Errungene, das Gewordene: Das Selbstverständliche.

– – – Was war es an der Zeit? Vielleicht schon gegen Mittag, er hatte seine Uhr vergessen.

Da kam jemand über das Stoppelfeld daher, im Lauf. Wer läuft denn so? Vor Jahren hat es so einen gegeben. Jawohl, der ist nun wieder zurück: Hans Henning.

Er blieb stehen. Willst Du zu mir? Es ist jetzt nicht mehr viel zu holen, von Bruder zu Bruder. Es ist mittlerweile der Frost übers Land gegangen.