Die Racker waren die beiden Kutschbraunen. Die hatten sich schon ein halbes Jahr lang gewundert, daß sie nicht mehr die sechs Meilen Stadtfahrt zu machen hatten. Durchs Moor brachten sie die alte Chaise wohl immer noch. Der Jakob war ein Pessimist.
Fräulein Miller fuhr auch mit, das schickte sich so, und sie wollte doch auch einmal einen Weihnachtsspaß haben. Aber der Papa blieb zu Hause in seiner verräucherten Stube, er hatte nichts in Rummelshof zu suchen.
»Adieu, Papa!« Fein erzogen wurden diese Kinder nicht, aber Gisela hatte so etwas im Gefühl. Fritzchen hatte auch etwas im Gefühl, aber etwas anderes: es kam ihr so traurig vor, den Papa allein zu lassen, während sie in lauter Lust und Seligkeit hinauskutschierte.
»Adieu, Kinder. Grüßt – – nein, laßt lieber. Bedankt Euch auch bei Frau Baronin, wenn Ihr wegfahrt. Adieu, geh' doch, Fritzchen. Die Pferde dürfen nicht so lange stehen.«
Fritzchen drehte sich in der Tür noch einmal um. Was macht er nun alle die Stunden über? Er war doch eigentlich immer zuviel allein. Er kann doch auch von hier die Wolken gar nicht ordentlich sehen, und lesen mag er auch nicht.
»Papa, ich erzähl' Dir alles, wenn ich zurückkomme!«
»Ja ja, nun geh' doch. Die Pferde –«
»Fritzchen, kommst Du denn nun endlich?«
Was war das für eine Fahrt. Fräulein Miller wollte, daß man das Fensterchen vom Verdeck herunterließe, um sich vor Regen und Schnee zu schützen, und Gisa wollte es auch. Schade! Der Regen, der Wind, alles draußen war so wild und lustig!
»Laßt mich auf dem Bock sitzen!«