»Bring sie mal mit, die Jungens –«, sagte der kleine Mund.
»Ja, wenn ich wiederkomme«, sagte der Freiherr, und er nahm es von jeher ernst mit dem, was er versprach.
Unterdes war der Vater des kleinen Mädels herangekommen. Der Fremde setzte das Kind ab und behielt es an der Hand, als er sehr ernst, aber gedämpft sagte:
»Ludwig, kannst Du Dir Fräulein Wurach hier als Stiefmutter vorstellen?«
In Herrn v. Dörfflins rundes rotes Junkergesicht kam ein ehrlich ratloser Ausdruck.
»Ja nu – ja nu –«, brummte er.
»Ich nicht«, sagte Herr v. Zülchow ziemlich hart.
»Ja nu – was weißt Du denn von ihr? Sie ist – ach, was geht's Dich an. Lassen wir das. Sowas verträgt keine Einmischungen. Du verstehst mich, Fritz, nimm's nicht übel.«
Als der Freiherr fort war, trank Ludwig Dörfflin die halbe Nacht durch in Gesellschaft seines Försters, und mehr als ihm gut war. Er liebte seinen Freund über alles, und nichts war ihm fataler, als den zu erzürnen.
Aber das sieht doch ein Kind ein, daß man sich in Liebessachen nichts vorreden lassen kann. Was war das für eine Anstellerei, das Fritzchen aus dem Gebüsch zu ziehen! Als ob die Anneliese Wurach ein Drache wäre. Pfui, pfui, solchen Engel zu beleidigen.