»Mich – wenn Ihr Vater nicht nein dazu sagt.«

»Wie kann das geschehen?«

In der Stube des Pastors war es dämmerig gewesen, hier sah sie im fahlen Tagesschein ihm zum ersten Male ins Gesicht. Es war verändert in den kurzen Monaten seit dem Sommer, es sah schärfer und älter aus mit harten Linien.

»Was ist geschehen?« rief sie mit plötzlicher Angst.

Er lächelte flüchtig. Dir, Du wildes Kind, soll ich hier auf der Dorfstraße erzählen, was mir geschehen ist? dachte er. – Aber bei Gott, ich glaube, ich erzähle es Dir früher als all den anderen Leuten, die mir mit dem verbrieften Recht auf Vertrauen zu Leibe gehen.

»Hier wohnt die Hede Marusch«, sagte Fritzchen.

»Ich will Posten stehen, damit Sie gleich wieder herauskommen«, sagte er lächelnd.

Im Hausflur hörte sie schon das wüste Schreien der armen Hede. Sie stand in der Stubentür und sah einige Augenblicke den Todeskampf mit an. Wie eine starke Woge stürzte sich alles über ihr Herz. Der Tod hier drinnen und das Leben da draußen –

Sie kam wie schwindelnd heraus.

Der junge Geistliche bot ihr seinen Arm. »Wollen wir nicht lieber doch fahren? Es geht ja nun gleich so stark bergan.«