Dunkel und kalt. Er hatte es ja nicht anders gewollt, nicht einmal dem Dienstmädchen seine Ankunft gemeldet. Nicht mit Pomp sollte dies neue Leben wieder anfangen, davon war viel und zuviel dagewesen.

»Hier rechts die Amtsstube, sie wird erwärmt sein.« Er klinkte die Tür auf. Im Ofen bullerte wirklich das Feuer, das Eisentürchen stand auf, eine junge Gestalt im runden Mützchen kniete davor und stocherte in den Flammen.

»Justine, nun brennt's«, sagte sie. »In einer halben Stunde schrauben Sie zu, dann wird es hier warm.«

»Ich danke Ihnen, Fräulein v. Dörfflin«, sagte der Pfarrer.

Sie fuhr herum. »Sie sind's? Ja, wie kommt denn das? Heute schon? Und alles ist noch kalt!«

Sie war aufgesprungen. – Das ist nun doch ein Willkommen geworden! dachte er.

»Ich habe Sie auch gar nicht kommen hören«, sagte sie.

»Das macht der Schnee«, gab er zur Antwort.

»Ich begrüße Sie hier!« sagte sie mit einer schönen Feierlichkeit, und reichte ihm die Hand, die noch ganz heiß vom Ofenfeuer war.

»Danke, Fräulein v. Dörfflin.« Er fühlte, wie das stürmische Leben bis in die Fingerspitzen hinein in seiner kalten Hand glühte.