»Ja!! Auf Tod und Leben!« – – – – –

Dann wandte sie sich um, die Tür klappte, ihre Schritte klangen auf der Steintreppe und verhallten im weichen stillen Schnee.

Nun hatte sie es doch vergessen, der Justine von Lampe und Abendbrot zu sagen.

Es war schon recht. Er blieb allein in der dunklen Stube mit dem Feuerschein, der auf die Diele fiel.

Das war ein Nachhausekommen! dachte er.

Eines Tages wird dieses herrliche Kind zu meinen Füßen sitzen, und ich werde ihr meine Prinzessinnen-Liebe erzählen, all den flirrenden, glitzernden Kram ihr zeigen, der die Augen blendet. Meine große Eitelkeit und des Fürstenkindes arme Menschlichkeit. Mein kleiner junger Kamerad, der soll das alles sehen und wissen. Er ist weiser als wir alle, weil er frei und kühn ist. Seine dumme kleine Mädchenliebe will ich nicht, ich habe genug von diesen Tränken. Aber ich will und liebe sein kluges Herz.

Er zog ein elektrisches Lämpchen aus der Tasche und beleuchtete den Raum, in dem er stand. Da war der Schreibtisch, Stühle mit Lederpolster, lichte Gardinen von schönem Fall. Vielleicht sah alles bei Tage hier unharmonischer aus bei den kleinen Fenstern, der nicht sehr hohen Decke und den niedrigen Türen. Hohe, leere Büchergestelle waren an der Wand, seine Bücher hatte er nicht auspacken lassen. Ein breites Sofa, ein moderner Eichentisch mit glatten Linien und allerhand Beiwerk füllte den Raum.

Alles sprach eine Sprache. Wie laut sie tönte in der tiefen Stille, von rauschenden Tagen! Auf diesem Divan hatte das blasse Fürstenkind gesessen. »Gregor, ich kann nicht ohne Dich leben. Nimm mich mit und sei es ins ärmste Haus –«

Sein Mund verzog sich, noch immer hielt er das elektrische Lämpchen in die Höhe. Durchlaucht, es ist besser so. –

Du blasses Gebilde, verzärteltes Herz, unter dies Dach will ich Dein weißes Gesichtchen nicht haben. Hier will ich einen Strom von Sonne und Herbheit und Kraft und Kälte. Alles, was die Glieder wieder stark macht nach dem lauen Rosenwasser.