Noch hielt er den Mantel fest. Ach ja, es ist ein atemloses Ding um den Sturm, der über die Ebene kommt. Man ist nicht immer bereit, mit allen seinen Registern zu leben und zu klingen.
Gregor! rief es in seinem Herzen: Hüte Dich! Um das Feuer einer Mußestunde verleugne nicht die feinen und kühlen Instinkte Deiner Natur. Lade Dir nicht den Wind vom Felde in Dein Haus. Du verstehst und liebst ihn, aber seine Gemeinschaft müßtest Du vielleicht zu teuer bezahlen.
Ach – ob ich ihn verstehe!
Ob ich je eine schönere Stunde hatte und beglückter fühlte, als einmal hier in dunkler Stube, bei meinem Einzug, als das Feuer im Ofen knatterte – als gestern, auf dem verschneiten Hof, unter Wolken, im Wind.
Weißt Du noch, Herz, die beiden Hunde und das starke, junge Menschenkind?
Suchst Du noch etwas Stolzeres und Süßeres für Dich im Leben? Da – Herz! Wirf den Mantel weg!
Es kroch schon der erste graue Dezemberschein über die weißen Felder, als der hin- und hergerissene Mensch in einen steinschweren Schlaf verfiel.
Wie weit ist das Fritzchen schon über die Felder gelaufen mit ihrer Leda, ihrer Liebe und ihrer großen schönen Ruhe? Wie lang hat sie schon am Eis gestanden, da ist der Pfarrer endlich aufgewacht.
Justine ist besorgt und glaubt, er hat sich gestern erkältet. Um Gottes willen, das darf ihr nicht passieren! Was sollte die Frau Baronin sagen! Es ist zu Hause immer viel Wesens gemacht um den Herrn Baron Gregor, da ist er wohl von klein auf etwas verzärtelt, aber, das gehört sich auch so. Er ist doch ein gar zu feiner Herr!
Nun schleicht sie sich ein bei ihm und heizt, ohne daß er es merkt. Wie ein Dieb, so leise hantiert sie mit den ungefügen Buchenkloben.