„Nun eben. Da siehst Du’s ja selbst. So werden sie es immer machen.“

„Bis ihr Selbstgefühl, ihr „Menschenbewußtsein“ stark genug ist, sie vor solcher Torheit zu schützen. Und das zu heben, daran sollen wir nach Kräften arbeiten. Und heute ist schon ein großer Schritt vorwärts getan. Ich zweifle gar nicht an dem Erfolge der Friedensbestrebungen.“

„Und Du glaubst wirklich, das Du das erleben wirst.“

„Es könnte wohl sein, aber wahrscheinlich ist es nicht. Die Verwirklichung jedes großen Gedankens erfordert Zeit, viel Zeit. Unser Auge verträgt kein zu grelles Licht, es muß sich erst langsam daran gewöhnen. Jede neue Lehre, jede große Idee hat im Beginn mit Hindernissen zu kämpfen.“

„Ja, also dann“ — —

„Begreifst Du nicht, daß man sich für solch’ ein Ding erwärmen kann.“

„Offen gestanden nein. Wenn man so gar nichts davon hat.“

„Wenn man immer nur arbeiten wollte, des Lohnes halber! In einem normalen Menschen wohnt der Drang, etwas zu leisten, ein klein wenig zum Wohle der Gesammtheit beizutragen. Eine innere Stimme sagt uns: „Du mußt“, und dann können wir einfach nicht anders. — Hätten unsere Vorfahren so gedacht, dann stünden heute nicht die vielen herrlichen Bäume im Garten, dann gäbe es nur Haideland und keine Wälder.“

„Ja — das schon“, sah sich Robert nun gezwungen, beizupflichten. „Die Idee vom Schiedsgericht ist auch jedenfalls gut ausgedacht, genial, aber — hm“, und er schüttelte lächelnd den Kopf.

„Was aber?“