„Ja, wenn Du’s nicht sagen willst.“ —

„Es nutzert ja nix. S’ is Alles — Alles aus.“ Dabei brach sie in krampfhaftes Schluchzen aus. „I hab’n halt so vüll gern und hab glaubt an ihn, wie an’ Herrgott selber.“

„Dein Schatz, Franzel? So ist er Dir untreu geworden?“

„Ja, jetzt, wo’s Unglück über mich kommt, will er nix mehr von mir wissen. Früher, da hat er mir schön tan und immer g’sagt: „Franzel, ich versprech’ Dir, daß ich Dich heirat’, verlaß Dich nur ganz auf mich!“

„Das ist nicht recht von ihm. Hat er nicht gesagt, warum er nicht mehr will?“

„Weil er fort muß. Sein Urlaub is aus — Sie wissen’s ja so.“

„Aber Franzel, woher soll ich es denn wissen? Ich weiß ja gar nicht wer er ist.“

„Das haben’s wirkli nit gewußt?“ Sie fragte ganz erstaunt. „Weil’s ihn so oft im Schloß drin sehen, hab’ i mer denkt, daß er Ihnen was g’sagt hat. Jesses nein — i trau mich gar nicht z’ Haus, zum Vater — der jagt mich noch am End davon.“ Sie sah mich verzweifelt und hilfesuchend an, als erwarte sie ihre Rettung von mir.

Ich aber war so empört, so erbittert über Robert, daß ich kein Wort des Trostes fand. Und dann, was war zu tun? Ich sann hin und her, ohne einen Ausweg zu finden. Schweigend standen wir uns eine Weile gegenüber, dann ergriff ich Franzels Hand: „Hast’n wirklich so gern?“

„Seh’ns das ist auf einmal so kommen. Zuerst hab’ ich ihn gar nit mögen. Dann aber, wie er so viel bettelt hat, daß er ohne mich nicht leben kann, hat er mir erbarmt. Und jetzt — jetzt“ — —