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Am 12. Juni.
Der General hat mir seine Photografie gegeben. „Cosa sarebbe la vita senza speranza? Dunque speriamo“ steht darauf.
Ja, wenn man könnte!
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Am 14. Juni.
Egon hat viel zu tun mit seinem Buch und einer Arbeiterversammlung, der er nächstens präsidieren soll. — Ich seh’ ihn selten und wenn, dann scheint er mir einsilbig und zerstreut. Zum Concert aber, heute Abend, bei Solfini, will er kommen.
„Ob mir denn nicht wohl sei“, frug die Tante, „weil ich so blaß aussehe.“
Ich glaube, sie muß etwas gemerkt haben. Ich bin ihr dankbar, daß sie nicht darüber spricht.
Traurig ist’s, das Leben ohne Hoffnung.