Glorreich und herrlich vom Tode erstanden.

Der im Triumphe vom Grab sich erhebt,

Christus, Dein Heiland ist Sieger und lebt.“

Ein lautes Jauchzen, drang es vom Chor herab und die Kirche prangte in glühendem Rot, der Farbe der Liebe.

Sechs waren wir an der Zahl, die zum erstenmale an den Tisch des Herrn traten. In bräutliches Weiß gehüllt, lange wallende Schleier und Blütenkränze auf dem Haupte, betraten wir das Gotteshaus, erfüllt von der hohen Bedeutung dieses Tages.

Draußen zwitscherten die Vögel und die Sonne sandte goldige Grüße durch die bunten Glasfenster. — „Ostern, Du herrliches, Du unvergleichlich schönes Fest! O Gott vergib’, daß es mir so gut gefällt auf dieser Welt; träufle Deine Gnade in mein Herz, erfülle es mit Sehnsucht nach Deinem Besitz.“

So flehte ich, so erhoffte und fürchtete ich das Sakrament.

Abermals erscholl die Orgel und der Kardinal im vollen Ornat trat mit seinem Gefolge an den Altar und schickte sich an, die Messe zu lesen. Ich verwandte keinen Blick von der Ceremonie. Wie festgebannt starrte ich auf das Tabernakel, in dem der Erlöser der Welt meiner harrte. „Laß’ meine Bitten aufsteigen zu dem Trone Deiner Majestät, gib mir der Engel Stimme, die Schönheit der Heiligen, um Dir Auge und Ohr zu entzücken, o Herr.“

Die Opferung hatte stattgefunden: es giengen große Dinge vor und zitternd vor Wonne und Angst sah ich dem heiß ersehnten Augenblick entgegen.