Sous un sillon, que l’on m’enterre!
Vivant, je n’aurai su rien faire,
Mais je m’en irai consolé
Si mort, je puis rendre à la terre
De quoi produire un grain de blé.“
Nein, keine Pilgerfahrt durch das Thal der Tränen, ein dauerndes Sein. Das mußte zu edlen Taten aneifern, bewirken, daß wir uns heimisch fühlen hieniden; das mußte das Bewußtsein der Verwandtschaft mit der ganzen Natur, einer engen Zusammengehörigkeit erzeugen, stark genug, die düsteren Schreckensbilder auf immer zu verscheuchen.
**
*
Der Winter hatte seinen Einzug gehalten. Ein eisiger Wind wehte: er seufzte und stöhnte, wie ein Geist, der keine Ruhe findet. Unaufhörlich wirbelten die weißen Flocken nieder, regelmäßig, nimmermüde. Und ringsumher, so weit das Auge reichte, eine hohe Schneedecke. Ab und zu lugte die Sonne hinter Wolken hervor, und dann funkelte es auf Baum und Strauch, als hätte eine verschwenderische Hand Millionen Diamanten ausgesäet. Krächzende Raben flogen auf und umkreisten unsern Schlitten. Die rauhe Luft versengte mir Wangen und Finger. Ich hüllte mich fester in die Pelzdecke und lauschte der lustigen Schellenmusik. — So ein Winter auf dem Lande, das mußte herrlich sein ... Schade, daß es nur ein kurzer Besuch war.
Im gemütlichen Billardzimmer saßen Großmama und Hannerl am Kamin und banden schwarze Schleifen an die Wachskerzen der Kapelle, für die Allerseelenmesse.
Nächtlicherweile wandte sich der Wind und tagsdarauf trat Tauwetter ein. Papa holte mich zu einem Spaziergang ab, und wir giengen durch den Wald. Es war fast lau, und von den Bäumen rieselte es im Takte nieder.