„Nun deshalb? Es kann ja heißen, Du habest die Sachen zu mir in Depôt gegeben. Doch besser, als die Motten zerfressen sie. Und wenn Du großjährig bist, kannst Du darüber nach Gutdünken verfügen, sie mir nehmen oder lassen. Es ist eigentlich sehr sonderbar von Papa gewesen.“ —
„Bitte, laß Papa aus dem Spiel. Nimm’ die Möbel. An so was hängt mein Herz nicht mehr. Ich schenk’ sie Dir.“
**
*
Der Tag, an dem Vincenz nach Veldes reisen sollte, war gekommen. Wir saßen stumm nebeneinander, und schwül schwebte das Unausgesprochene zwischen uns. Er brach zuerst das Schweigen, und wir sagten uns jene Dinge, die sich Liebende stets zu sagen pflegen, wenn sie von einander Abschied nehmen.
„Versprich mir, schone Dich, lebe nur Deiner Gesundheit, Vincenz. Die Ärzte sagten doch, daß Du noch ganz geheilt werden kannst?“
„Die Ärzte“, erwiderte er sinnend, „ja, ja, die sagten es“.
„Warum dieser seltsame Ton. Bist Du nicht überzeugt davon?“
„Und wenn ich dann also ganz gesund zurückkomme — und Du gib nur auch recht Acht auf Dich.“
„Und schreib’ mir oft, aber nur, wenn es Dich nicht ermüdet.“
„Und Du mir auch. Als ob Du zu mir sprächest. Du weißt, mich interessiert Alles, was mit Dir im Zusammenhang steht.“