„Nein: dafür bin ich nicht zu haben.“

„So, so?“ In seinen Zügen spiegelte sich eine Verblüffung wieder, die das unbedeutende Gesicht nicht gerade geistreicher erscheinen ließ.

„Schade!“ Und mit bedeutungsvollem Blick zu mir: „Daß wir so verschiedenen Geschmack haben müssen! Ich fühle mich, wie gesagt, ganz zu Hause unter den Herren — und mir ist sogar schon die Idee gekommen, selbst Geistlicher zu werden.“

„Weshalb denn das?“

„Weil mir schon Alles Andere zu fad ist. Eine Hundeexistenz.“

„Und das fändest Du einen hinreichenden Grund?“

„Dann brauch’ ich mich wenigstens nicht mehr abzurackern um die paar Gulden Gage, brauch’ mich um nichts mehr zu kümmern.“

„Hast Du Deinen Ehrgeiz zu dienen, so plötzlich auf den Nagel gehängt?“

„Offen gestanden, ja. Schaut nichts dabei heraus. Laues Avancement. Das haben wir vom Frieden.“

„Ja, ein Krieg wär’ freilich äußerst wünschenswert“, unterbrach ihn Tante Laura ironisch, „und zwar schon in allernächster Zeit, damit Baron Robert Steindorf zu seinem zweiten Sterne kommt.“