„Erzähl’s mir, Karl.“

„Ach, Mone, davon wird’s auch nicht besser! Gib mir doch das Geld. Sieh mal, Du bist der einzige Mensch, den ich um sowas bitten kann, Mama hat Zetermordio geschrien, als ich sie darum gebeten. Alfred und Heinrich gebrauchen selber mehr als sie haben. — Mone, gib mir’s.“ Er drückte ihr die Hände.

„Ich, — — ich hab’s ja auch nicht,“ sagte sie, schon schwankend geworden, „Du weißt doch, Karl, ich hab’ kein Geld. Und Georg kauft mir zwar alles, was ich haben will, aber er gibt mir doch kein Geld in die Hand. Ich kann Dir die zweitausend Mark gar nicht geben.“

„Dann sag’s Deinem Mann,“ rief er mit ungewohnter Entschiedenheit.

„Na schön,“ sagte sie nach sekundenlangem Besinnen, „ich werde es ihm heute nach dem Lunch sagen.“

„Und ich komme mir die Antwort heute abend holen.“

„Komm nicht. Wir sind zum Diner eingeladen. Ich schreibe Dir aber und schicke Dir schon heute nachmittag den Brief durch den Diener.“

Mit einem erlösten Aufatmen beugte er sich über ihre Hand und küßte sie dankbar.