„Ja, Du hast ganz gewiß recht, nur, er bat so herzlich — —“
„Keine falsche Gutmütigkeit! Schreibe ihm ruhig, daß Du das Geld nicht hättest, und daß ich es Dir nicht gäbe für Sachen, die so zweifelhafter Natur sind, daß Karl selber sie nicht erzählen kann! Und schärfe ihm ein bißchen das Gewissen in bezug auf seine Lebensführung — das geht doch nicht so weiter!“
Und Monika schrieb ein paar Zeilen, die ganz im Sinne des eben stattgefundenen Gespräches waren — und ging mit dem Gefühl einer gut erfüllten Pflicht zu dem Diner. — —
Als das Dessert aufgetragen wurde, bat ein Diener Frau von Wetterhelm ans Telephon.
Monika folgte ihm erstaunt, ein wenig beunruhigt. Wer wußte denn überhaupt, daß sie hier war?
Karl telephonierte. „Ich bin hier bei Euch, Mone. Der Diener hat mir gesagt, wo Ihr seid. Ich muß Dich sprechen.“
„Aber, Karl, um Gottes willen, was gibt es denn?“
„Ich brauche das Geld, und Mama hat es mir eben zum letztenmale abgeschlagen.“
„Aber wozu brauchst Du es?“