„Das ist doch schließlich gleichgültig. Aber ich muß es sofort haben, Mone, spätestens morgen früh muß ich’s haben. Sprich mit Deinem Mann.“
Mit einer ärgerlichen Bewegung ließ sie den Hörer sinken, entschloß sich aber doch, Georg rufen zu lassen.
Als er hörte, worum es sich handelte, griff er mit einer ihm sonst ungewohnten Heftigkeit nach dem Hörer.
„Karl.... Du — —?“
„Ja.“
„Wenn Du mir oder meiner Frau was zu sagen hast, so warte gefälligst, bis Du uns zu Hause antriffst, und störe uns nicht, wenn wir bei anderen zum Besuch sind. Schluß!“
Er klingelte energisch ab. Dann wandte er sich an Monika.
„Lieber Schatz, was ich eben Deinem Bruder sagte, hättest Du ihm sagen sollen im ersten Augenblick, als er telephonierte. Mich noch herrufen zu lassen, war überflüssig. Es erregt unnötiges Aufsehen, wenn wir beide zu dieser späten Stunde in einem fremden Hause ans Telephon gerufen werden. Also nicht wahr, ein andermal etwas mehr Sinn für Korrektheit, lieber Schatz.“
„Verzeih, ich hätte Dich nicht rufen lassen sollen.“
Zusammen betraten sie wieder den Eßsaal, und im Verlaufe des sehr angeregten Abends vergaß Monika den Zwischenfall. —