Es war, als ob Marie, nun sie zum erstenmal ihr starres Schweigen brach, den Trost empfände, der für die meisten Frauen im Sichmitteilen liegt.
Immer weiter ging ihre Rede....
Alles, was Wilhelm ihr angetan in diesen langen Jahren, alles, was sie bisher stumm und allein getragen, strömte sie aus, daß Monika zurückbebte vor dieser trüben Flut.
„Ich hasse ihn! Du weißt nicht, wie sehr ich ihn hasse! Kaum ein Tag vergeht, kaum eine Nacht, wo ich mir nicht sage: nur fort!... Nicht eine Sekunde länger bleibe ich — —“
Sie brach kurz ab, denn es wurde an die Tür geklopft.
Und diese öffnete sich.
Ein zarter, blonder Junge in einem gestickten Russenkittelchen lief auf die Mutter zu, während das Kinderfräulein verlegen an der Tür stehen blieb.
„Mama, ich hab’ nicht länger warten wollen, Mama..“
Da beugte sich die früh verblühte Frau tief über das Kind, und qualvoll innig kam es von ihren Lippen: