Und in ihrem aufgewühlten, durchschütterten Gehirn zuckten neben den großen Fragen kleine Sorgen auf, kleinliche Bedenken:

„Wird er zu Hause sein? Wer wird mir die Tür öffnen? Wie mache ich’s, daß er mich anhört ...?“

Tausend Möglichkeiten durchdachte sie, tausend Schwierigkeiten überwand sie in Gedanken, immer neue Hindernisse überlegte sie sich, und wie sie ihnen entgegentreten solle.

Und es kam alles viel einfacher, als sie gedacht. Der Diener öffnete, sagte ein freudig überraschtes: „Ah, die gnädige Frau!“ und nahm ihr den Reisemantel von den Schultern.

Und mechanisch nahm sie auch den Hut ab, so als ob sie hier zu Hause wäre, wieder zu Hause.

Sie schritt durch ihren blauen Salon und durch das Musikzimmer und öffnete die Tür zu Georgs Arbeitszimmer.

Er saß am Schreibtisch und sah nicht auf.

Wie ernst, wie furchtbar ernst das geliebte Gesicht war!

Sie stammelte seinen Namen.