„Und dabei hätten wir bald die schönste Gelegenheit: nächsten Monat hat der Kommandeur Geburtstag,“ jammerte Hellrich, der es anscheinend nicht verwinden konnte, sich nicht in seiner griechischen Schönheit zeigen zu dürfen.
„Aber das ist doch nicht so schwer, einen guten Einfall zu haben,“ rief Monika. „Ich werde schon was finden.“
„Schnell fertig ist die Jugend mit dem Wort,“ begutachtete Seeburg zweifelnd. Aber Hellrich zeigte sich vertrauensvoller. „Ich bin überzeugt, daß Sie was Großartiges zustande bringen, Baronesse. Sie haben so was in den Augen, — ich finde da nicht gleich das richtige Wort dafür, — wissen Sie, eben so was Besonderes.“
„Ich fürchte, Monika überschätzt ihre Fähigkeiten,“ sagte Frau von Holtz, die es für geraten hielt, die Bäume nicht in den Himmel wachsen zu lassen.
Aber nun protestierten alle drei Leutnants.
Und als die Herren abfuhren, war es beschlossene Sache: sie würden der „Teufelin“ Mitteilung machen, daß Fräulein von Birken sich anheischig mache, etwas ganz Apartes für die Aufführung zum Geburtstage des Kommandeurs zu erfinden.
„Da hast Du Dich ja schön in die Nesseln gesetzt,“ sagte Marie schadenfroh, als das lustige Glockengeklingel des Krümpers in der Ferne verstummt.
„Warum?“ fragte Monika kampfbereit.
„Weil Du einen netten Kohl zusammenschreiben wirst.“