„O, Tantchen, wie ich mich freue!“
„Kind, Kind, wo ist Dein Onkel?“ fragte Frau von Holtz noch immer ganz fassungslos.
„In der Bahnhofswirtschaft und hoffentlich mittlerweile beim achten Glase Grog — —“
„Aber was — — warum — —“
Monika begrüßte eilfertig, aber ohne die glühende Herzlichkeit, die sie ihrer Tante bewiesen, ihre Cousine und erzählte dann, indes sie in fröhlichem Lachen ihre prachtvollen Zähne sehen ließ:
„Also, Tantchen, Onkel holte mich vom Zuge ab, und als wir in den Schlitten wollten, kam der Drehrower Bärenstein auf Onkel zu und fragte den Onkel was wegen des neuen Kreisdeputierten. Da gingen wir alle drei noch in die Bahnhofswirtschaft und tranken Grog und der Drehrower erzählte so schrecklich langweilige Sachen, von Politik und so... Da schlich ich mich davon und auf den Schlitten. Der dicke Friedrich war nicht da, wohl wegen des Gepäckes. Da bin ich einfach losgefahren. Es war großartig. Bitte, bitte, nicht böse sein! Ich wollte gern schnell zu Dir.“
Von neuem fiel Monika der Tante um den Hals.
Da lächelte die, schon fast versöhnt, und klingelte den Diener herbei, der gleich wieder zur Station fahren sollte.
Marie verließ mit einem halblauten „Unglaublich“ das Zimmer.