„Eine schwere Jugend,“ wiederholte Heinrich, „seit Papas Tode ruht alles auf meinen Schultern.“
„Heinzchen!“
„Ja, es ist doch aber so. Alles auf meinen Schultern. Denke Dir das Verantwortungsgefühl, das ich habe! Wie ich auf die andern aufpassen muß! Karls Leichtsinn gibt mir viel zu denken. Und Monika — Gott, Monika ist meine schwerste Sorge.“
„Sie ist doch ein sehr gutes Mädchen, Heinzemännchen.“
„Ja, aber sie hat so gefährliche Anlagen. Das schreibt auch Deine Schwester Kläre...“
Heinrich zog ein Portefeuille heraus und entnahm diesem einen Brief.
„Ach, an mich...“
„Ja, Mama, ich vergaß, es Dir zu sagen. Aber es ist nichts Eiliges; ich habe ihn schon gelesen. Eine Charakteristik Monikas...“
Frau von Birken nahm ihrem Sprößling den Brief hastig aus der Hand und begann zu lesen: