Jelek hatte ein Tüchlein hervorgezogen, in dem einige Münzen eingebunden waren, und drückte es einem Alten in die Hand, der am Ende des Zuges mühsam nachhumpelte: – ‚Damit du nicht darbst unterweges, Vater. Gott tröste dich. Meinetwegen mußt du fort.‘

Der Alte barg das Tuch an seiner Brust, und der Haiduk, der die Schar geleitete, stieß ihn vorwärts.

In die Augen Jeleks traten Tränen des Schmerzes und der Wut.

‚Warum sagtest du,‘ fragte ich ihn, ‚dein Vater müsse um deinetwillen fort?‘

‚Weil es so ist. Der Intendant hätte sich nicht getraut, ihn zu vermieten, wenn du mir noch gnädig wärest wie sonst.‘

Ein paar Tage später traf ich meinen Jelek, wie er einen Arbeiter auf dem Felde, einen hochbejahrten Mann, der Faulheit anklagte und erbärmlich schlug.

‚Siehst du nicht, daß der Mann erschöpft ist und nicht mehr arbeiten kann?‘ sagte ich, und er erwiderte:

‚So werden sie es in der Fremde auch meinem Vater tun. Warum soll es dem einen besser gehen als dem andern?‘

Was ich ihm antworten sollte, wußte ich nicht, aber zu dem Alten sagte ich:

‚Tun dir die Schläge nicht weh, daß du dastehst und nicht einmal klagst?‘