Das heißt: „Schläft er?“ und: „Eben erwacht.“

Mein dummer Kopf hatte eine plötzliche Erleuchtung. Sie war so hell – zu hell — sie schmerzte.

Elsbeth führte mich zu dem Wägelchen, hob die Schleier, die es verhüllten, und der Inhalt der kleinen Equipage kam zum Vorschein. Er hatte kugelrunde, rosige Wangen und dunkle Augen, machte Fäustchen, strampelte und war – mein Nebenbuhler.

Wie sie sich zu ihm hinabneigte, gewann ihr Gesicht einen Ausdruck stiller, vollkommener Seligkeit, der mich sofort belehrte: Wenn je ein Funke Neigung für mich in ihrem Herzen erglomm – er ist erloschen. Der Atem dieses Kindleins hat ihn ausgeblasen.

Sein Vater warf sich in die Brust, kreuzte die Arme und betrachtete abwechselnd seinen Sohn und mich mit, – glaube mir, – fast gleicher Zärtlichkeit.

„Nun, mein Junge,“ rief er mich an, „was sagst Du? sag etwas zu Deinem quasi Bruder.“

Aber ich konnte nichts sagen, ich war in den Anblick Elsbeths versunken.

„Wir Frauen,“ sagt Irina, „haben nur die Liebe,“ nun – Elsbeth ist reich.

Zwei Tage hielt ich es wacker aus bei ihr und ihm und dem Kinde, am dritten räumte ich dem Nebenbuhler das Feld.

Die Frage, ob ich nicht auch ohne ihn von dannen gegangen wäre, wie ich ging, will ich einstweilen unerörtert lassen.