Bertram führte die Baronin zu ihrem Platze. Das war ein rechtwinkliges kleines Kanapée mit dünnen Beinen und so steifen Lehnen aus politirten Stäbchen, daß es im Bereiche der Sitzmöbel schwerlich etwas Steiferes gab. Es stand vor einem Tische, auf dem der schwarze Kaffee und verschiedene
Liqueurs servirt waren. Hugo bot dem Freunde Cigarren an, die er aus einer verschlossenen Lade geholt hatte.
»Vor dem da,« sagte er auf seinen Sohn deutend, »muß ich sie einsperren, er raucht mich sonst arm. Es sind meine Feiertagscigarren. Nimm, so nimm doch,« nöthigte er.
Bertram dankte: »Ich rauche nicht.«
»Rauchst nicht?«
»Nicht mehr.«
»Trinkst nicht, rauchst nicht,« sprach Weißenberg betrübt, »was thust du denn?«
»Ich spare, wie du weißt.«
Hagen, der schon eine schwere Cigarre angebrannt hatte, tippte mit dem Finger auf die kahle Stelle auf Bertrams Scheitel: »Trinkst nicht, rauchst nicht, eine Tonsur hast dir auch schon angeschafft, fehlt nur noch die Kutte.«
Sein Vater schob ihn etwas unsanft weg und entschuldigte sich bei seinem Gaste: »Wir gehen jetzt die Hunde füttern, sind gleich wieder da. Kommst du, Sieglinderl?«