»Und du würdest, und Sie, gnädige Baronin, würden zugeben, daß sie ihn nimmt?«

»Warum nicht? vorausgesetzt, daß er sie anständig versorgen kann,« sagte Hugo, und seine Gattin seufzte:

»Große Ansprüche darf sie nicht machen, die Arme.«

Schrecklich! Entsetzlich! Dieser Schwärmer sollte doch nur versuchen, sich um Euer Trampelgrundchen zu bewerben; er käme schön an. O

gute Menschen, wo bleibt Eure Güte, wenn’s abwägen gilt zwischen einer armen Verwandten und Eurer Brut! dachte Bertram und rief: »Ich fasse dich, ich fasse Sie nicht, Frau Baronin. Dieses Mädchen würden Sie wegwerfen an einen bornirten, giftgeschwollenen Taboriten!«

»Gieb acht!« warnte Weißenberg mit einem besorgten Blick auf seinen Sohn. Es war zu spät. Hagen regte sich.

»Unsinn. Ich habe nicht geschlafen, ich habe nur die Augen zugemacht, ich habe jedes Wort gehört, das ihr geredet habt.«

»Was hast du gehört? sag’ es, wenn du nicht als Großsprecher dastehen willst,« sprach Bertram mit unterdrücktem Zorne.

»Du hast meinen Korrepetitor beschimpft, hast ihn einen giftgeschwollenen Taboriten genannt.« Der Stolz des Hauses erhob sich: »Das sag’ ich ihm!«

»Thu’s, ich gönn’ dir die Freude.«