»Laß es da,« sagte er, »vielleicht macht sich’s gegen das Ende besser.«

»Nein, da gerad’ nicht. Das Ende geht mir nicht recht zusammen. Ich habe mich aufs Vorlesen verlassen und gemeint, dabei fällt mir noch allerlei ein. Statt dessen ist mir aber allerlei herausgefallen. Merkwürdige Sache das, mit dem Vorlesen. Die eigne Stimme schon übt Kritik. Na,« seufzte er voll Resignation, »ich hab’ mich halt blamiert. Versprich mir noch einmal: kein Wort davon gegen irgendwen. Es ist eine Dummheit, aber ich bitte dich – versprich mir’s.«

»Wie kannst du glauben?« rief Bertram mit zärtlichem Vorwurf.

»Versprich’s doch –«

»Ich versprech’s.«

»Du wirst nicht einmal dran denken, es vergessen.«

»O wie gern!«

»Dank’ dir. Gute Nacht.«

»Gute Nacht.«

Er ging, und Bertram wischte sich die Stirn, auf der die hellen Schweißtropfen perlten. Das war ein Stück Arbeit, das er da vollbracht, indem er dem Freund, dem Wohlthäter erbarmungslos seine Meinung gesagt hatte.