Carolus aber war zu verwirrt, um den guten Eindruck, den er hervorbrachte, zu bemerken. Ihm
wurde bang und bänger in Vogels Nähe. Er war ihm draußen schon furchtbar gewesen, als er mit natürlicher Stimme zu ihm gesprochen hatte, jetzt fand er ihn doppelt furchtbar, als er sich zu ihm neigte und ihm leise zuflüsterte:
»Sie werden mir die Photographie und die Briefe, die Sie bei sich haben, sofort ausliefern, und dann werden Sie eine Vergnügungsfahrt unternehmen nach Trzebinia.«
»Warum nach Trzebinia?«
»Diese Gegend ist ohne Reize,« sprach die Dame, und statt Justs, an den sie sich gewendet hatte, erwiderte Bertram kurz abbrechend:
»Gänzlich.« Er setzte seinen Fuß mit Wucht auf das Füßchen des zierlichen Männleins, neigte sich vor und begann wieder im früheren Tone.
»Sie übergeben mir die Sachen, die ich verlange, auf der Stelle und schicken mir das Manuskript der Frau Baronin morgen nach Obositz oder« ...
»Oder was? Keine Drohung ... Ich bitte mir aus« – Carolus hauchte es nur; er hatte sich zurückgelehnt, seine Zähne klapperten. Die Mitreisende betrachtete ihn voll Erbarmen. Sie fand
ihn gar zu herzig in seinem sammtenen hellbraunen Künstlerflaus, in seinen taubengrauen Höschen, und unbeschreiblich rührend war ihr der Ausdruck der Qual in seinem interessanten Gesichtchen.
»Ihr Freund befindet sich schlecht,« sagte sie und reichte Bertram ein Riechfläschchen: »Bitte, lassen Sie ihn dieses athmen.«