Bertram wollte sich entschuldigen, sie ließ ihm dazu keine Zeit:
»Auf Wiedersehen,« sagte sie, neigte den Kopf und trat in die Fischerhütte.
Er war entlassen und ging und verwünschte sich einmal wieder. Was für eine Taktlosigkeit hatte er begangen! Wenn er ihr mißfiel und sie es ihn fühlen ließ, geschah ihm recht.
Unterwegs begegnete er Herrn Meisenmann und einigen Bauern, denen der Agitator fleißig vordeklamirte. Sie hörten ihm aufmerksam zu und ließen den Gruß Bertrams unerwidert.
In Vogelhaus war’s schön und herrlich, und doch – mitten in seinem lieben Eigenthum, schon nah dem Ziele, dem er in leidenschaftlichem Bemühen jahrelang entgegen gestrebt hatte, wußte der neue Herr: all das Errungene ist werthlos, und nie werde ich seiner froh, wenn ich nicht auch Die erringe, die mir so unsagbar lieb geworden ist.
Als er am Abend nach Obositz zurückkehren wollte, kamen von dort zwei Phaetons einhergerollt. Den ersten kutschirte Hugo, und im Wagen saßen Bertha und Sieglinde, den zweiten kutschirte der Retter, und im Wagen saßen die liebenswürdige Reisegefährtin und Gertrud.
»Wir sind da, um dich abzuholen, Ausreißer!« rief Hugo.
»Und um Sie als Grundherrn willkommen zu heißen, ‘bei uns zu Lande auf dem Lande.’ Annette von Droste, nicht wahr?« sprach die Baronin, indem sie sich aus der Wagendecke wickelte.
»Ja – ich glaube.« Sehr dankbar, wenn auch etwas zerstreut, empfing Bertram alle seine Gäste im Vogelhaus, als aber Gertrud die Schwelle überschritt, sprach er leise und glückstrahlend: »Segen meinem Hause!«
XIX.