Das leuchtete ihm ein und gab ihm einen neuen Gedanken. Sagt er:

»Weißt du was, Huck, wir nehmen dann auch gleich ein Hemd!«

»Ein Hemd? – Wozu?«

»Für Jim, um ein Tagebuch darauf zu schreiben.«

»Sei doch nicht so närrisch! Jim kann ja nicht schreiben.«

»Na, wenn er nicht schreiben kann, so kann er doch wenigstens Zeichen darauf malen, wenn wir ihm eine Feder aus einem alten Zinnlöffel oder einem dicken eisernen Nagel machen.«

»Ja, aber Tom, das hätten wir wieder viel einfacher und besser, wenn wir einer Gans 'ne Feder ausrissen!«

»Gefangene haben keine Gänse, die im Kerker herumlaufen und sich Federn ausreißen lassen, du Dummbart! Die Gefangenen machen ihre Federn immer aus dem härtesten, verrostetsten und ältesten Stück Eisen, das ihnen unter die Finger kommt, und dazu brauchen sie Wochen und Wochen, Monate und Monate, bis sie so weit sind und es abgefeilt haben, denn sie können's nur an der Mauer abreiben. Die nähmen keinen Federkiel, selbst wenn sie ihn haben könnten, es wär' ganz gegen die Regel.«

»Und die Tinte? Woraus sollen wir die machen? Aus Lakritzensaft?«