»Meine Familie hatte den Gedanken. Sie waren besorgt um mich. Sie dachten, ich brächte mich selber ins Grab.«

»Sie fanden die ganzen zweiundzwanzig Jahre lang anderthalb Mahlzeiten genug?«

»Vollkommen!«

»An Ihrem gegenwärtigen jämmerlichen Zustand ist die Extramahlzeit schuld. Lassen Sie sie aus. Sie versuchen öfter zu essen als Ihr Magen es verlangt. Sie gewinnen dabei nichts, Sie verlieren. Sie nehmen jetzt in einem Tage bei zwei und einer halben Mahlzeit weniger Nahrung zu sich als früher in anderthalb.«

»Das stimmt – bedeutend weniger; denn in jenen alten Tagen war meine Hauptmahlzeit ein recht umfangreiches Ding.«

»Setzen Sie sich jetzt für ein paar Tage auf eine einzige Mahlzeit: abends, bis Sie eines guten, gesunden, regelmäßigen, vertrauenswerten Appetits sicher sind, dann halten Sie sich beständig zu Ihren anderthalb und hören Sie ganz und gar nicht auf Ihre Familie. Haben Sie irgend ein gewöhnliches Unwohlsein, besonders wenn es mit Fieber verbunden ist, so essen Sie während vierundzwanzig Stunden überhaupt nichts. Das wird Sie kurieren. Es wird sogar den hartnäckigsten Schnupfen kurieren. Kein Schnupfen überdauert ein streng durchgeführtes vierundzwanzigstündiges Fasten.«

»Ich weiß es. Ich habe es oft an mir selbst erfahren.«

Mein Eintritt in die Litteratur.

Ich hatte in meinen Jugendtagen schon ein kleines Ding – es war ›Der hüpfende Frosch‹ – in einer Zeitung des Ostens veröffentlicht, aber ich war der Meinung, daß dies nicht zähle. Meiner Ansicht nach konnte eine Person, die in einer gewöhnlichen Zeitung was erscheinen ließ, keinen Anspruch erheben, für eine litterarische Person im eigentlichen Sinne zu gelten: sie mußte höher hinauf; sie mußte in einer Zeitschrift erscheinen. Dann würde einer eine litterarische Person sein; dann würde er auch zugleich berühmt sein – einfach berühmt. Nach diesen beiden Dingen strebte mein Ehrgeiz mit starker Sehnsucht.