»Ich habe all mein Lebtag so viel von Equipagen reden hören, jetzt will ich einmal eine Spazierfahrt machen, einerlei was es kostet. Also vorwärts!«
Oberst Jim winkte eine schöne Kutsche herbei, aber Oberst Jack sagte:
»Wo denkst du hin? ich soll doch nicht etwa bloß so ’ne billige Spritzfahrt machen! Nein, was Ordentliches muß ich haben. Aufs Geld kommt’s mir nicht an, aber es soll das vornehmste Fuhrwerk sein, das sich sehen läßt. Schau, da kommt gerade etwas, wie ich es möchte. Rufe mal den gelben Wagen mit den schönen Bildern an. Sei nur ohne Sorgen – ich trage alle Kosten.«
So stiegen sie denn in den leeren Omnibus.
»Das nenne ich lustig,« rief Oberst Jack. »Kissen und Fenster und Bilder überall. Was wohl die Jungens sagen würden, wenn sie uns so vornehm durch New York kutschieren sähen? Meiner Treu, ich gäbe was drum, mich ihnen so zu zeigen.« Er steckte den Kopf zum Fenster hinaus. »Famos,« rief er dem Kutscher zu, »Herzensjunge, du gefällst mir; fahr nur zu, den ganzen Tag lang meinetwegen. Laß die Pferde laufen; wir wollen’s schon wieder wett machen, verlaß dich drauf!« Der Kutscher streckte die Hand durch das Guckloch nach dem Fahrgeld aus, wie es damals noch Sitte war. Oberst Jack schlug ein und schüttelte sie ihm herzlich.
»Du willst Vorauszahlung, Alterchen,« rief er. »Na, nichts für ungut. Hier hast du etwas, das gar nicht so übel ist.«
Er drückte ihm ein goldenes Zwanzigdollarstück in die Hand, und als der Kutscher sagte, daß er nicht wechseln könne, rief er lustig:
»Laß gut sein, wir wollen’s schon verfahren. Steck’ es nur in die Tasche.« Dann schlug er seinem Gefährten laut klatschend auf das Bein und fuhr vergnügt fort: »Hol’ mich dieser und jener, ich miete das Ding auf die ganze Woche!«
Jetzt hielt der Omnibus und eine junge Dame stieg ein. Oberst Jack starrte sie erst verwundert an, dann stieß er Oberst Jim mit den Ellenbogen. »Du, sag’ kein Wort,« flüsterte er. »Laß sie mitfahren, wenn sie will. An Platz fehlt’s ja wahrhaftig nicht.«