Nein, der Name kam mir ganz unbekannt vor. Einen Augenblick blieb Blank mit der Klinke in der Hand zögernd stehen, dann sagte er, ich hätte mich früher einmal für Schloß Corrigan interessiert; er würde gern mit mir heute abend bei einem Glase heißen Grogs gemütlich darüber plaudern, wenn ich ihn besuchen wollte. Da ich zum Mäßigkeitsverein gehöre und mich freue einmal eine Ausnahme zu machen, nahm ich die Einladung an.

Als meine Vorlesung um halb elf Uhr aus war, fuhren wir zusammen nach seiner Wohnung, die sehr hübsch und geschmackvoll eingerichtet ist und glänzend erleuchtet war. Gute Bilder hingen an den Wänden; auf dem Kaminsims, in Nischen und Ecken standen allerlei indische und japanische Vasen und sonstige Zierate; Bücher sah man, wohin man blickte – größtenteils meine Werke, was mich mit Stolz erfüllte. Ich lehnte mich behaglich in die weichen Kissen des Armstuhls zurück und zündete mir eine Zigarre an. Als der Grog gebraut war, schob mir Blank einen Briefbogen hin und fragte:

»Kennen Sie das?«

Und ob ich es kannte! Das Papier trug ein verschlungenes Monogramm in Gold, Rot und Blau, wie es vor Jahren in England Mode gewesen, und darunter stand in saubern, gotischen Buchstaben mit blauer Druckschrift:

Mark Twain-Klub

Schloß Corrigan
den … 187…

»Merkwürdig!« sagte ich. »Wie kommt das in Ihre Hände?«

»Ich war Präsident des Klubs.«

»Nicht möglich! Sie –«

»Jawohl, der erste Präsident. Alljährlich wurde ich wieder gewählt, solange die Versammlungen in meinem Schloß – Corrigan – stattfanden, fünf Jahre lang.«