Sie stand auf und blickte düster und erbarmungslos, wie das Schicksal selbst, auf ihn herab.

»Ich will dir’s sagen – und ’s ist die lauterste Wahrheit. Du bist so wenig mit dem alten Massa Driscoll verwandt wie ich selbst – daß du’s nur weißt.« Ihr Auge flammte auf in wildem Triumph.

»Was!«

»Jawohl – und damit ist’s noch nicht genug. Du bist ein Nigger – als Sklave geboren und nichts anderes als ein Nigger und Sklave bis zu dieser Stunde. Wenn ich den Mund aufthu’, verkauft dich der alte Massa Driscoll nach dem Süden, flußabwärts, bevor noch zwei Tage um sind.«

»Was faselst du da, du erbärmliche alte Hexe, es ist eine verdammte Lüge!«

»Die reine Gotteswahrheit ist’s – meiner Seel’, ich lüge nicht. Glaub’ mir’s nur – du bist mein Sohn – –«

»Du Teufelsweib!«

»Und der arme Junge, den du heut’ gestoßen und geschlagen hast, der ist Percy Driscolls Sohn und dein Herr!«

»Du Ungeheuer!«

»Sein Name ist Tom Driscoll und du heißt Valet de Schamber, ’nen Familiennamen hast du nicht, weil den kein Neger hat!«