Aber Wilson zögerte noch immer und schien nicht recht zu wissen, was er thun sollte.
»Es ist wirklich eine zu heikle Sache,« sagte er endlich. »Ich möchte sie lieber aufschreiben oder Ihnen ins Ohr flüstern, damit Sie selbst entscheiden, ob man davon reden soll oder nicht.«
»Das wird am besten sein,« versetzte Luigi, »schreiben Sie es nieder.«
Wilson warf einige Worte auf ein Stück Papier, das er Luigi reichte. Dieser las sie für sich und sagte dann zu Tom:
»Sehen Sie nach, was auf Ihrem Zettel steht, Herr Driscoll.«
Tom las laut:
»Man prophezeite mir, daß ich einen Menschen umbringen würde. Der Spruch ging in Erfüllung, noch ehe das Jahr vorüber war.«
»Nun lesen Sie auch dies!«
»Sie haben jemand umgebracht, ob es aber ein Mann, eine Frau oder ein Kind ist, kann ich nicht ermitteln,« las Tom mit Verwunderung. »Aber, das ist ja unerhört, das geht über alle Begriffe,« rief er in großer Erregung. »Die eigene Hand eines Menschen ist sein ärgster Todfeind – sie führt ein Verzeichnis über die schlimmsten und verborgensten Geheimnisse seines Lebens und ist stets bereit, sie dem ersten besten Schwarzkünstler, der des Weges kommt, treulos zu verraten. Warum lassen Sie denn aber auch Ihre Hand ansehen, wenn etwas so Schreckliches darin geschrieben steht?«
»O, das macht mir nichts aus,« versetzte Luigi gelassen. »Ich hatte meine guten Gründe, den Mann zu töten und bereue es keineswegs.«