»Meinen Sie? Aber Sie denken wohl, ich kriege es nicht fertig?«

»Ja, es wird wenigstens tausend Dollars wert sein, wenn Sie es vollenden. Vielleicht mehr noch.«

»Na, ich denke halb und halb ebenso. Ich bin nicht ungeschickt im Führen eines Tagebuches.«

Eines Abends sagte ich später in Paris, nachdem wir uns mit der Besichtigung von Sehenswürdigkeiten abgearbeitet hatten, zu ihm:

»Nun, ich will gehen und ein Weilchen um die Cafés herumstrolchen, Jack, und Ihnen Gelegenheit geben, Ihr Tagebuch weiterzuführen, alter Junge.«

Sein Gesicht verlor sein Feuer. Er sagte:

»Na, das braucht Sie nicht zu kümmern. Ich denke, ich werde dieses Tagebuch nicht weiter fortsetzen. Es ist furchtbar langweilig. Wissen Sie wohl, daß ich viertausend Seiten noch nachzureiten hätte? Ich habe noch gar nichts über Frankreich drin. Erst dachte ich, ich wollte Frankreich weglassen und von Frischem anfangen. Aber nicht wahr, das ginge nicht an. Der Alte würde sagen: Hallo, was ist das – nichts von Frankreich gesehen? Dann dachte ich, ich wollte Frankreich aus dem Reiseführer abschreiben, wie der alte Badger in der Vorderkajüte, der ein Buch schreibt, aber es sind mehr als dreihundert Seiten darüber. O, mir scheint, ein Tagebuch hat gar keinen Nutzen, nicht wahr? Nichts als Plack und Langeweile, nicht wahr?«

»Ja, ein unvollständiges Tagebuch hat gar keinen Nutzen, aber ein gehörig geführtes Tagebuch ist seine tausend Dollars wert – wenn man es fertig hat.«

»Tausend – nun ja, das sollt' ich meinen. Ich aber möchte es für eine Million nicht fertig machen.«

Seine Erfahrung war nur die Erfahrung der Mehrzahl derjenigen unserer Reisegesellschaft, welche gleich ihm ein Tagebuch führten. Wenn man einem jungen Menschen eine unbarmherzige und bösartige Strafe auferlegen will, so verpflichte man ihn, ein Jahr lang ein Tagebuch zu führen.