»Warten Sie noch einen Augenblick. Meinetwegen will ich den Bericht holen und dann eine Weile oben bei den Jungens sitzen bleiben, bis Sie ihn abgeschrieben haben. Kommen Sie nur mit zum Direktor.«

»Das nenne ich einmal vernünftig gesprochen. Also vorwärts.«

Wir trabten einige Straßen weiter durch den Schnee, erhielten den Bericht und bald war das kurze Schriftstück in unserm Bureau abgeschrieben.

Boggs that sich derweil an dem Punsch gütlich.

Nachdem ich ihm das Manuskript zurückgegeben, gingen wir beide wieder fort, weil es uns noch an einer Leichenschau fehlte.

Um vier Uhr morgens, als unser Blatt in der Presse war, und wir wie gewöhnlich zur Erholung ein Konzert veranstalteten – denn einige von den Setzern waren gute Sänger, andere spielten hübsch die Guitarre und das gräßliche Instrument: die Ziehharmonika, – kam der Besitzer der ›Union‹ mit großen Schritten herein und fragte, ob wir nicht wüßten, was aus Boggs und dem Schulbericht geworden sei.

Wir teilten ihm den Sachverhalt mit und rückten dann alle aus, um nach dem Missethäter zu suchen.

In einer Schenkstube fanden wir ihn, mit einer alten Blechlaterne in der einen Hand und dem Schulbericht in der andern, auf dem Tische stehen und einem Haufen ›angeheiterter‹ Bergleute eine Rede darüber halten, wie gottlos und ungerecht es sei, die öffentlichen Gelder für Volksunterricht zu verschleudern, während Hunderte von Arbeitern, die sich's redlich sauer werden ließen, buchstäblich wegen Mangels an Whiskey verdursten müßten.

Er hatte diesen Leuten stundenlang bei einer herrlichen Kneiperei Gesellschaft geleistet.