Peter war einverstanden und so sperrte ihm Tom das Maul auf und goß den ›Schmerzenstöter‹ hinunter. Peter sprang ein paar Meter hoch in die Luft, stieß dann ein gellendes Kriegsgeheul aus, setzte wie toll im Zimmer herum, stieß gegen Möbelkanten, schmiß Blumentöpfe u. dergl. um und richtete eine allgemeine Verwüstung an. Zunächst erhob er sich auf die Hinterfüße, begann in wahnwitziger Verzücktheit zu tanzen, wobei er den Kopf über die Schultern zurückwarf und der Welt in schallenden Tönen seine Glückseligkeit kund und zu wissen that. Dann fing der tolle Kreislauf von vorne an, Chaos und Verwüstung folgte seinen Spuren. Tante Polly trat eben noch zur Zeit durch die Thüre, um zu sehen, wie Peter ein paar doppelte Purzelbäume schlug und, ein gewaltiges Schluß-Hurrah ausstoßend, durch das offne Fenster segelte, wobei er den Rest der Blumentöpfe mit sich riß. Starr vor Staunen, stand die alte Dame und sah ihm über ihre Brillengläser weg nach, Tom aber lag am Boden und wollte sich ausschütten vor Lachen.
»Tom, was zum Kuckuck fehlt der Katze?«
»Weiß ich doch nicht, Tante,« stieß der Junge, nach Luft schnappend, hervor.
»So was hab' ich ja im Leben noch nicht gesehen. Was ist denn der Katze in den Leib gefahren?«
»Weiß ich wahrhaftig nicht, Tante. Die Katzen machen's immer so, wenn's ihnen wohl in der Haut ist.«
»So? Machen sie's immer so?« Es war etwas in ihrem Ton, das Tom mit bangem Ahnen erfüllte.
»Ja, Tante, das heißt, ich – ich glaub' wenigstens, daß sie's so machen.«
»Du glaubst?«
»Ja–a – Tante.«