»Versteht sich; solche Gelegenheit wirst du dir doch nicht entgehen lassen, Tom.«
»Na, da irrst du dich gewaltig. Kein Sterbenswörtchen verraten wir davon und zwar aus sehr nahe liegenden Gründen. Sag ’mal, Huck – ging das Gespenst barfuß?«
»Bewahre, es hatte ja Stiefel an.«
»Hast du das wirklich gesehen? Kannst du ’nen Eid darauf leisten?«
»Jawohl, das kann ich.«
»Ich auch. Und das ist der beste Beweis dafür, daß die Diebe die Diamanten nicht gefunden haben. Natürlich nicht – die zwei andern Männer haben sie ja vertrieben, ehe sie der Leiche die Stiefel ausziehen konnten; deshalb trug sie das Gespenst auch noch.«
»Stiefel aus dem Geisterstoff wie die andern Kleider, nicht wahr, Tom?«
»Freilich. Und weißt du, Huck, was nun geschieht? Die zwei Männer erzählen, sie hätten das Geschrei gehört, die Mörder verjagt, aber den Fremden nicht retten können. Nun kommt die Totenschau, besichtigt alles an Ort und Stelle, und ehe man die Leiche begräbt, werden ihre Sachen versteigert, um die Kosten herauszuschlagen. Dann ist unser Glück gemacht.«
»Wieso?«
»Na, das ist doch klar: Wir kaufen die Stiefel für zwei Dollars.«