Die Eltern lachten beinahe, und der Vater antwortete:
»Nein, Kind, das ist ganz etwas anderes. Sie überschritten ihre Befehle.«
»Ist das etwas – – –«
»Nein, das ist ebensowenig zu essen, wie das andere. Sie hatten den Befehl, in einer unglücklichen Schlacht einen Scheinangriff auf eine feste Stellung zu machen, um den Soldaten den Rückzug zu ermöglichen. Aber in ihrem Eifer überschritten sie ihre Befehle, denn sie machten einen wirklichen Angriff, nahmen die Stellung im Sturm und gewannen die Schlacht. Der Obergeneral war zwar ihres Lobes voll, aber sehr erbost über ihren Ungehorsam und schickte sie nach London, damit dort über ihr Leben vor Gericht entschieden würde.«
»Ist das er große General Cromwell, Papa?«
»Ja.«
»O, den habe ich gesehen, Papa! Wenn er so stolz auf seinem großen Pferd mit den Soldaten bei unserem Hause vorbeikommt, dann macht er ein Gesicht … so … ich weiß selbst nicht recht wie, aber er sieht aus, als ob er unzufrieden wäre, und man kann sehen, daß die Leute Angst vor ihm haben. Aber ich habe keine Angst vor ihm, denn mich hat er nicht so angesehen.«
»O du liebe kleine Plaudertasche! Also die Obersten wurden gefangen nach London gebracht und auf Ehrenwort entlassen, um ihre Familien noch zum letztenmal …«
Horch!
Sie horchten. Wieder Schritte; doch sie gingen abermals vorbei. Die Mutter lehnte ihren Kopf an des Gatten Schulter, um ihre Blässe zu verbergen.