»Was heißt denn das, Papa?«

»Daß sie … daß sie alle erschossen werden.«

Horch!

Der Wind? Nein. Trapp – trapp – trapp – r-r-rumbledibum, r-r-rumbledibum – – –

»Im Namen des Obergenerals, macht auf!«

»Papa, sieh’ nur, es sind Soldaten! Ich habe die Soldaten so gern! Darf ich ihnen aufmachen? Bitte, bitte, Papa!«

Sie sprang herunter, lief zur Tür und machte sie auf, indem sie vergnügt rief: »Kommt nur herein, kommt nur herein! Abby macht euch auf. Hier sind sie, Papa! Grenadiere! Die Grenadiere kenn’ ich zu gut!«

Die kleine Abteilung marschierte herein und stellte sich in Linie auf, Gewehr in Arm; ihr Offizier grüßte, der verurteilte Oberst stand aufrecht da und erwiderte den Gruß, sein Weib stand neben ihm, totenbleich und mit schmerzdurchwühlten Zügen – aber sonst verriet sie durch kein Zeichen ihren trostlosen Jammer. Das Kind sah auf die Szene mit leuchtenden Augen …

Eine lange Umarmung von Vater, Mutter und Kind; dann der Befehl »zum Tower – Marsch!« Mit fester Haltung und militärischem Schritt verließ der Oberst sein Haus, gefolgt von der Abteilung. Dann schloß sich die Tür.

»O Mama, war das nicht wunderschön! Ich habe dir’s ja immer gesagt, daß die Geschichte so ausgehen würde. Und jetzt gehen sie zum Tower, und da kann er die Obersten sehen. Er – – –«