»Ich stand gerade vor dem Haus, vor meinem Haus, weißt du.«
»Hm! … du liebes kleines Ding, es ist ja eine Schande, aber ich weiß wirklich …«
Das Kind unterbrach ihn vorwurfsvoll:
»Ach, du hast es doch vergessen. Aber ich nicht.«
»Ich schäme mich auch wirklich darüber, aber jetzt will ich dich gewiß nicht mehr vergessen, auf mein Wort. Nicht wahr, du vergibst mir, und wir wollen von jetzt an immer gute Freunde sein?«
»O, natürlich, obgleich ich nicht verstehe, wie du mich hast vergessen können. Du mußt recht vergeßlich sein, aber das bin ich auch manchmal; meine Betty hat es mir gesagt. Doch, ich verzeihe dir, denn ich glaube, du bist doch gut, ebenso gut wie … aber du mußt mich besser auf deinen Schoß setzen, und in den Arm nehmen, so wie Papa – es ist kalt.«
»Komm’, schmieg dich nur ordentlich an, du kleine neue Freundin; von jetzt ab bist du dann meine alte Freundin, nicht wahr? Du erinnerst mich an mein kleines Mädchen – jetzt ist es freilich schon lange nicht mehr klein – aber es war ein liebes, süßes, zierliches kleines Dingelchen und hatte denselben Zauberreiz wie du, du kleine Fee. Mit deinem holdseligen Vertrauen zu jedermann, ob Freund oder Fremder, machst du alle zu willigen Sklaven, auf die dein Zauberbann fällt. So wie du jetzt, lag sie auch früher in meinen Armen, vertrieb mir die Müdigkeit und Sorge aus dem Herzen und gab ihm Frieden, gerade so, wie du jetzt. Und wir zwei waren Freunde und Spielkameraden. Es ist lange, lange her, daß dieser Himmel voller Freuden für mich verschwunden ist im Dunkel der Zeit, und du bringst ihn mir jetzt wieder; – nimm dafür den Segen eines Mühseligen und Beladenen, du kleines Ding, das mir Last und Sorge für England abnimmt, dieweil ich ruhe.«
»Hast du sie arg, arg, arg gerne gehabt?«
»Das kannst du daran sehen: Sie brauchte nur zu befehlen, und ich gehorchte!«
»Du bist so gut! Willst du mich küssen?«