[12] S. 49.
[13] a. a. O. S. 22 ff., cf. S. 62 ff., vgl. auch Duhm Comm. zu den Stellen.
[14] Hackmann will zwar der viel grösseren Leichtigkeit des Verständnisses wegen (S. 67) v. 18 ff. auf Israel bezogen wissen; aber, wie mir scheint doch mit Unrecht. Denn die ganze Schrift c. 7 f. ist gegen Juda geschrieben; da hätte doch eine solche Expektoration über das Geschick Nordisraels wenig Sinn. Freilich, direkte Fortsetzung der Rede v. 13–16 ist v. 18 ff. nicht; v. 17 ist vom Redaktor und v. 18 ff. sind stark überarbeitet (vgl. schon das ewige ביום ההיא v. 18. 20. 21. 23). Die Verse haben hinter c. 7 ursprünglich vielleicht dieselbe Bedeutung gehabt, wie c. 8,5 ff. hinter c. 8,1–4: Sie sprechen das Urteil Jesaias resp. Jahwes aus; aber nicht als Rede Jesaias an den König, sondern nur in schriftlicher Darstellung. Vielleicht haben v. 18 ff. einst hinter c. 8,1–4 gestanden und sind vom Redaktor erst verbessert und vermehrt an ihren jetzigen Platz gestellt, um die messianisch verstandene Immannuelweissagung etwas zu verlängern und zu verzieren.
[15] Vgl. darüber Duhm Comm. S. 49 ff., und Hackmann a. a. O. S. 62–70. Die Annahme eines ursprünglich geschichtlichen Zusammenhanges der Stücke in c. 7 f. beseitigt jedenfalls sonst unüberwindliche Schwierigkeiten für die Annahme jesajanischer Herkunft derselben, die sich für einzelne Partien (c. 7,2–16, c. 8,1–4, 14 f. 16–18) doch immer aufdrängt. Hervorgehoben sind die Schwierigkeiten von c. 7 namentlich von de Lagarde Sem. I. 9 ff. und Studer J. P. Th. V. 76 ff. Andererseits meint schon Ewald (I. 320. 329 f.), dass die Erzählungen dieses Stückes einst vollständiger gewesen seien, und auch Dillmann (Comm. S. 62) giebt es als Eigentümlichkeit des Stückes c. 6–9,6 an, dass es „geschichtlich angelegt ist“. Der Redaktor, der es bearbeitet und in seine Sammlung (c. 6–9,6) aufgenommen hat, hat es natürlich „messianisch“ behandelt. Das zeigt seine eigene Weissagung c. 9,1–6. Er dichtet dem Messias einen dritten Namen an, der noch länger ist als der in 8,1–4 genannte und auf die beiden anderen Bezug nimmt. Aus dem Immanu-el hat er sein El gibbor, aus dem chas-baz sein abi-ad (daher nicht Ewigvater, sondern Beutevater). Der „Wunderrat“ entstammt vielleicht dem wunderbaren אות c. 7,10. Der „Friedefürst“ ist eigene Zuthat, weil das Hauptmerkmal des Messias in seinem Namen nicht fehlen durfte.
[16] Das tröstliche Schlusssätzchen ist unecht und fehlt noch in LXX. Vielleicht sind überhaupt v. 12 f. zu streichen. Sie bringen gegenüber v. 11 nichts Neues, reden vielmehr von einer zweimaligen Deportation, nachdem in v. 11 das Land schon menschenleer geworden war. Vgl. hierüber Duhm Comm. S. 48.
[17] Die Möglichkeit so später Niederschrift ist nicht zu bezweifeln cf. Duhm zu c. 6. Für Jesaia war das eine ebenso glänzende wie innerlich wahre Rechtfertigung seines erfolglosen Wirkens, dass er dennoch den göttlichen Zweck seiner Sendung erfüllt habe. — Dass c. 6 jetzt vor c. 7 und nicht vor c. 28 steht, rührt daher, dass es zeitlich dahin gehört und wahrscheinlich schon bei der ersten Gesammtausgabe der drei Schriften Jesaias an diesen Platz gestellt ist.
[18] Zu c. 22 vgl. namentlich Hackmann a. a. O. S. 108 f.
[19] Über die in c. 1–5 aufbewahrten Stücke urteilt Hackmann S. 49, dass sie von Anhängern und Freunden des Propheten niedergeschrieben sind, da sich für den Propheten kein Motiv zur Fixirung der meist kurzen Sprüche finden lasse. Indessen besteht vielleicht auch die Möglichkeit, dass einzelne von ihnen früher den grösseren geschichtlichen Darstellungen angehört haben. Zu 3,6 bemerkt Duhm: „Der Eingang (ויאמר יהוה) legt die Vermutung nahe, dass das Stück einst einem grösseren Zusammenhange angehörte.“ Auch die Weherufe in c. 5 sind wohl aus ursprünglich anderen Zusammenhängen hergenommen, denn sie stehen bunt durcheinander. Vgl. z. B. c. 5,18 ff. mit c. 28,9. 22 ff. c. 30,10.
[20] Näheres s. Hackmann a. a. O. S. 80 ff.
[21] Juda und die assyrische Weltmacht: S. 5 ff.