[32] Vgl. hierzu Hackmann a. a. O. S. 47.

[33] Das kommt vielleicht daher, dass man mit dem Buche, das nur Drohungen enthielt, nach dem Exil zuerst nichts Rechtes anzufangen wusste. Uebrigens mögen wohl auch die geschichtlichen Partieen schon früher mehr vernachlässigt worden sein, da man an ihnen natürlich immer das geringere Interesse haben musste, zumal sie obendrein mit der späteren Sage von Jesaias Stellung zur Zerstörung Jerusalems nicht stimmten. Nötig ist aber diese Annahme zur Erklärung ihrer Ausscheidung nicht. Jene Zeit stand solchen geschichtlichen Stoffen völlig kritiklos gegenüber.

[34] c. 31,6. Der Apokalyptiker hat bei dieser Deutung freilich nicht das ägyptische Bündnis, sondern den Abfall seiner Zeit, die Bilderverehrung, im Sinne, wie v. 7 deutlich zeigt.

[35] Das spricht er freilich nicht aus, weil es ihm und seiner Zeit für selbstverständlich galt. Bewiesen ist es aber für uns durch die Art und Weise, wie er seine Trostsprüche von der Zukunft mit jenen Drohreden verbunden hat: c. 29,17. 30,18. 32,15. 29,5 f. Aus diesen Stellen geht deutlich hervor, dass der Verfasser den Eintritt der goldenen Zeit in engen zeitlichen Zusammenhang mit dem Eintreten der Drohgerichte bringt, und dass er sein Volk gerade durch diesen Hinweis belehren und trösten will. Daraus ergiebt sich, dass er die Drohweissagungen in seiner Gegenwart erfüllt sieht.

[36] Die Wahl dieses gegen Samarien gerichteten Stückes zeigt wieder deutlich die völlige Kritiklosigkeit des Verfassers.

[37] Comm. S. 258.

[38] Eine Zusammenstellung der verschiedenen Auslegungen bei Dillm. a. a. O. S. 258.

[39] Studien u. Kritiken 1893. S. 1–46.

[40] Comm. S. 257.

[41] Comm. S. 178 f., vgl. auch Hackmann a. a. O. S. 40.