Als einer echten Modernen steht Elsa Asenijeff das Menschentum im Werte unendlich höher als das Weibtum, und indem sie den mitringenden Schwestern zeigt, wie sie sich zäh und unablässig zu diesem würdigen Ziele hinkämpft, verrichtet sie mit ihrem Buche eine nicht hoch genug zu veranschlagende Pionierarbeit.

»Deutsche Warte«, Berlin.

Elsa Asenijeff ist keine von den gewöhnlichen Emanzipationsdamen, die mit fertigen Schlagworten um sich hauen. In dem überfeinen und hochsensitiven Wesen dieser Schriftstellerin ist doch etwas von jenem kulturfördernden Geiste, der über die harte, wissenschaftlich dürre Mannesgesittung hinaus zu einer edleren, freieren Sittigung strebt; diese keimt im Gefühl, in der Seele, sie wird ohne Zweifel einmal unsere starre Männerkultur überwinden können.

»Deutsche Wacht«, Dresden.

Ferner ist im Verlag von Hermann Seemann
Nachfolger
von Frau Elsa Asenijeff erschienen:

Max Klingers Beethoven

Eine kunsttechnische Studie

Prachtwerk in Grossquart mit acht Heliogravüren
und 23 Beilagen und Textbildern

Preis in vornehmem Liebhaberband gebunden M. 20,–

Frau Asenijeff gehört seit Jahren zu dem engeren Freundeskreise Klingers, sie hat das grosse Werk, das wie selten eine einzelne künstlerische Schöpfung in Deutschland die Gemüter in Aufregung versetzt hat, wachsen und werden sehen, und aus eigener Anschauung berichtet sie nun, wie jener Titelzusatz andeutet, von der Arbeit, die Klinger hier geleistet, von dem technischen Können, das in dieser seltsam-grossartigen Monumentalstatue niedergelegt ist. Nach den vielfachen kritisch-ästhetischen Abhandlungen über den »Beethoven« ist eine solche Schrift sehr willkommen.