«Nur warten, nur warten!» nickte die Frau den Sternbildern zu, die sie für Menschengesichter hielt.
Dann knackte die Diele der Altane. Ein Gewand raschelte. In der Hand eine kleine Blendlaterne, trat der ehemalige Polizist Omiya ein und ließ den Laternenstrahl im Halbkreis durch das Zimmer leuchten.
«Du hast ihn getötet! Gut. Komm!» sagte stoßweise seine Stimme. Und die Blendlaterne, als wäre sie Omiyas drittes Auge, schoß abwechselnd einen Strahl an die Decke und einen Strahl auf die eingewickelte Leiche am Boden.
«Komm! Wir haben nichts mehr hier zu suchen in Ozu. Wir müssen am Ende des Sees sein, ehe es Tag wird. Steh auf und nimm dein Kleid über den Kopf, daß dich niemand erkennt.»
«Setz dich hierher, ich habe zu reden!» antwortete Omiya eine Stimme, die er nie gehört hatte. Und er fragte unwillkürlich erschrocken zurück: «Ist Amagata hier?»
«Amagatas Sohn war hier», antwortete die Stimme, welche Omiya nicht von der Erde und nicht vom Himmel zu sein schien, – eine Stimme, die war, als spräche einer der bronzenen Versunkenen, die wie Statuen auf dem Grunde des Biwasees stehen, einer von jenen, welche die Brise von Amazu überrascht hatte, und die verschlungen wurden vom Unglück.
«Wer bist du?» fragte Omiya. «Du bist nicht mein Weib, du, die da spricht.»
«Du hast recht. Es ist Amagatas Weib, das zu dir spricht.»
«Sagtest du nicht immer, daß du mich mehr liebst als Amagata?» sagte Omiya rasch.