Um die urewigen Gesetze des Spieles dreht sich der urewige Wechsel des Spieles, und das Ganze ist von der Feststimmung der Spielenden durchdrungen. Wie ein Spiel Scharfsinn fordert, Übung, Ausdauer, Glück, so fordert das jedes Leben.
Der Elendeste aber fühlt noch im elendsten Augenblick, wenn er vielleicht vom endlichen Leben gewalttätig scheidet, die Feststimmung, die auch das endliche Leben der Weltnähe und nicht bloß das unendliche Leben der Weltferne durchschwingt. —
Glaubt mir, ich habe fünfundvierzig Jahre jetzt nicht nur ein Leben auf Rosen gelebt. Ich habe gelitten, gezagt, den Tod gewünscht und selbst durch den Haß und durch das Verfluchen des Lebens hindurch immer noch die Köstlichkeit und die Feststimmung des Lebens schimmern sehen.
Ich habe gehungert und gedarbt. Ich habe gestritten und habe geweint. Ich habe mich ohnmächtig, gedemütigt, in den Schmutz gezogen, verlassen und verloren gefühlt, aber ich müßte mich unehrlich, taub, blind und gefühllos nennen, wenn ich das Leben nicht trotzdem, im Rückblick und im Vorwärtsschauen, in jedem Augenblick als ein Fest ansehen müßte.
Alles dieses hatte ich nötig zu sagen, und es überkam mich die Lust zu dieser Aussprache.
Ehe ich die Geschehnisse aus meiner eigenen Weltnähe weitererzähle, wollte noch einmal meine Weltferne dazwischen reden, und ich mußte ihr das Wort geben.
Noch ein Schlußwort über die Einführung in diese neue Weltanschauung, die sagt, daß das Leben ein Fest ist und ein Fest sein will.
Ihr erinnert euch wohl alle noch der Zeit, als ihr in der Kindheit noch nichts von Gott oder dem Schöpfer wußtet, von dem man euch später erzählte.