Sage darum niemand, daß nicht im Menschenleben die ganze Welt zu uns kommen kann und wir nicht zur ganzen Welt kommen können. Die Gedanken sind die Klänge und Worte der Festlichkeit, und das Gefühl gibt die Rhythmen und den Takt an, mit dem uns das Weltallfest jeden Augenblick anders umgibt.
Gedanken und Gefühle sind die Sprache, die die Weltalleben untereinander verbindet. Glaubt nicht, daß nicht jedes Tier denken und fühlen kann. Jedes Gras denkt und fühlt; jeder Baum, jeder Stein, die Berge, die Wolken, der Fluß, die Sterne, Sonne, Mond und Erde denken und fühlen. Alles Leben schickt sich Gedanken und Gefühle zu, alles steht untereinander immer in ewiger Fühlung, denn alles Leben ist eine und dieselbe Schöpferkraft, alles besitzt eine und dieselbe äußere und innere Welt.
Eine große unendliche Lebensfühlung waltet im Weltall, und die äußersten Sterne der Milchstraße sprechen ebenso deutlich zur Erde, wie deine Freunde in Amerika oder China, nicht bloß mit Telephon, Telegraph oder Brief, nein, mit den Gedanken und Gefühlen, mit dir sprechen.
Wir wissen jetzt, daß wir ohne Draht von einem Meeresschiff auf dem Ozean zu einem anderen Meeresschiff, das wir weder sehen, hören, noch von dessen Dasein wir eine Ahnung haben, durch die „Telegraphie ohne Draht“ Gedanken aufnehmen und Gedanken, also auch Gefühle, hinleiten können. Und, stellt euch nun vor: jedes Atom im Weltall ist Besitzer eines solchen Gedankenübertragungsapparates, da es Besitzer der Schöpferkraft ist, die seit Millionen Jahren unausgesetzt denkt, handelt und empfindet.
Ihr werdet mir sagen: zum Denken gehört ein Gehirn.
Wer an die Schöpferkraft des Atomes glaubt, kann sich leicht vorstellen, daß jedes Atom ein Gehirn besitzt. Denn im Weltraume gibt es eigentlich kein groß und klein und auch keine Zeit. Es gibt nur Unendlichkeit in den Größenbegriffen dort und Ewigkeit in Zeitbegriffen. Also, welche Welt kann nicht in jedem Atom vorhanden sein!
In jedem Atom können auch Sonnensysteme sein und kann auch ein Weltraum sein, da des Atomes Kleinheit nur im Verhältnis zum Menschen die letzte Kleinheit bedeutet. Aber im Verhältnis zur Ewigkeit ist das Atom noch ein Weltraum, noch ein Weltraum voll Weltkräften, voll Weltempfinden, eine Weltschöpfung, eine Unendlichkeit in der Unendlichkeit.
Wer Frieden im Ohr mitbringt und die Sehnsucht im Willen, sich aufzuklären, der wird klärende Worte wie Öltropfen in seinem unruhigen Welttasten empfinden. Und diese Worte werden wie Inseln in ihm werden, auf denen seine Sehnsucht nach Ruhe und Überblick Fuß fassen kann.