Morgen am Sonntag rede ich darüber mit Pastor Waermann.

Und er sagte es ihr. Sie hatte dafür einen dankbaren Blick. „Ob ich aber gerade bei Pastor Waermann Gegenliebe finde?“

„Bei ihm am ersten.“

„Pax vobiscum beten die Christen — bellum aeternum den Pazifisten!“

„Darin ist er nun wie ich: um —isten und sowas kümmert er sich nicht, auf Endungen gibt er nicht viel. Und der Kern der Sache —“

„Ist, daß Lütt Orgel spielt!“ rollte Lud Uhlenbrook dazwischen. „Bedanken sollen sie sich, der Pastor und der Herrgott und die Kirche und jedeiner, der mit seinen langen Ohren einen Ton davon aufzuschnappen kriegt!“

„Lud, was weißt Du von meinem Spiel!“ Ganz mädchenhaft war ihre Abwehr.

„Ich hab Deinen Vater spielen hören. Und in meiner besten Stube“ — er schlug sich an die Brust — „ist seit der Zeit Festesfreude. Wenn sie Dich nicht spielen lassen — wir stürmen die Kirche — was, Herr Oldefeld?“

Seine Pranke hob sich zu mächtigem Schlag und ruhte dann wieder aus auf der köstlichen Armrundung seines Lieblings.

Dann lud er Horst ein, morgen den Sonntagnachmittag bei ihnen zu verbringen. Freudig sagte der zu, ganz glückhaft vergessen. Plötzlich fiel es ihm ein: ich kann ja nicht. Und er ließ sie es wissen. Seine Jungen kämen morgen aus der Stadt heraus zu ihm.