„Bewußt und groß!“ Erfüllt war sein Bewußtsein von der Sklavennot seines Volkes, seiner eigenen unerträglichen Not! Bewußt war er sich seiner Führerschaft, seiner Kraft, die Fesseln zu brechen — bewußt der Liebe seines Volkes, der Liebe seines Heeres, der Bereitschaft seiner Getreuen, mit ihm in den Tod zu gehen. Keiner ist so klaräugig wie er, mit so unverwüstlichem Vertrauen wie er, der Frische, der Kraft, der Freiheit deutscher Art sich innegewesen — groß war er im Glauben! Und so — bewußt und groß hat er die Volksseele gelöst, gehoben, beflügelt zum Freiheitsflug. Jeder Blutstropfen in ihm war Freiheit, jeder Hauch seines Atems rief nach Freiheit. Der große bewußte Freiheitsheld seines Volkes ist er gewesen. Und ist er uns geblieben, unser Schirmherr, unser Bannerherr, uns, seinen Urenkeln, auf die wiederum die Knechtschaft fiel — und die wiederum die Knechtschaft zerbrechen werden! In unserer Seele brennen und leuchten seine Worte: „Trage Fesseln wer will, — ich nicht. Ich bin frei geboren und muß auch so sterben!“
Es bebten die jungen Herzen, es zuckten die Augen.
Turnspiele folgten. Militärische Übungen. Horst sprach noch einiges über Technik in der neuesten Kriegsführung. Dann trennte man sich. Die Jungen waren vollgesogen bis ins Mark von stählenden Erlebnissen. Sie hatten Eisen ins Blut bekommen. Am nächsten Sonntag wollten sie mit tausend Freuden sich wieder einfinden.
Singend zogen sie der Stadt zu, singend das Trostlied ihrem Deutschland:
Wir sind die Jungen, wir sind die Kraft,
jede Faser gestrafft und gerafft.
Wir sind die Jungen, wir sind die Frohen,
siehst Du die nächtigen Wolken lohen?
Wir sind des Frührots lachender Schein!
Frei sollst Du sein!